Liebes Team vom Gießener Tierheim,
Ronja geht es sehr gut. Sie hält ihr Gewicht und ist mit ihrem tollen Fell eine echte Schönheit geworden, für die wir viele Komplimente bekommen. Zum Glück genießt sie die regelmäßige Fellpflege und lässt sich gerne bürsten. Die beidseitige Kniearthrose beeinträchtigt sie bisher kaum.
Ronjas Terminkalender ist gut gefüllt: Einmal wöchentlich geht es zur Einzelstunde in die Hundeschule, mehrmals pro Monat darf sie beim Mantrailing zeigen, was in einem Malinois steckt, und jede zweite Woche wird ein Fitness-Programm auf dem Unterwasserlaufband absolviert.
Zu Hause wird natürlich weiter trainiert. Ihrer kurzen Aufmerksamkeitsspanne kommen kurze intensive Trainings-Einheiten entgegen, bei denen sie mit rassetypischem Eifer versucht jedes Kommando in Sekundenbruchteilen auszuführen. Derzeit steht aber auch täglich ein Ruhe- und Deckentraining auf dem Programm. Das ist weniger nach ihrem Geschmack, aber auch hier gibt sie sich große Mühe und wird dafür mit reichlich Keksen belohnt.
Zwischen Trainings und Terminen wird viel gekuschelt, denn Ronja liebt die körperliche Nähe ihrer Menschen. Ansonsten schläft Ronja tief und fest, manchmal sieht man sie im Traum laufen, ab und zu schnarcht sie leise. Zum Glück hat sie hier gelernt sich richtig zu entspannen und es ist schön sie so zu sehen. Ist Ronja ausgeschlafen, aber Frauchen muss im Homeoffice konzentriert arbeiten, gibt es Kauartikel zur Beschäftigung oder der Schnüffelball wird mit kleinen Keksen bestückt, das findet sie besonders toll.
Ronja hat aber auch allerlei Abenteuer zu bestehen. Furchtlos folgt sie Herrchen bei der Arbeit aufs Gerüst, weder Höhe noch Krach machen ihr etwas aus. Zweimal durfte sie in diesem Jahr mit ihren Hundeeltern Urlaub im „Mittelalter“ machen und hat bei einer Foto-Session als Hütehund und als Wachhund eine tolle Figur gemacht.
Leider gibt es auch Schattenseiten. Es ist uns auch weiterhin nicht gelungen, eine Betreuung für Ronja zu finden, falls wir mal verhindert sind. Viele eigentlich alltägliche Situationen sind mit Ronja weiterhin nicht oder nur eingeschränkt möglich. Sie gibt sich so große Mühe ein guter Hund zu sein, aber manche Situationen bringen sie in Rage, sie kann nicht nachdenken und verfällt in alte Verhaltensmuster. Trotz großer Fortschritte kann dieses Umschalten blitzschnell erfolgen. Deswegen ist Ronja leider nach wie vor kein einfacher Hund und muss öfter zu Hause bleiben als uns lieb ist. Wir haben aber den Eindruck, dass Ronja das gar nicht schlimm findet, denn sie ist gerne zu Hause und macht es sich im Bett gemütlich, wenn wir nicht da sind. Sie zeigt keine Anzeichen von Frustration und kommt manchmal gar nicht mit zur Tür, wenn sie merkt, dass wir weggehen wollen, sondern scheint eher froh, im sicheren Zuhause bleiben zu dürfen.
Jetzt steht erstmal die Weihnachtszeit und der gemeinsame Winterurlaub vor der Tür. Das ist für Ronja die beste Zeit des Jahres, denn dann sind Herrchen und Frauchen beide rund um die Uhr mit ihr zusammen und es gibt viele gemeinsame Aktivitäten und noch mehr Kuschelzeit.
Wir wünschen dem Tierheim Gießen und allen Tierfreunden alles Gute!
Es grüßen,
Ronja Langnase und ihre Hundeeltern

