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Katzenkrankheiten

Ratgeber

FiP (Feline infektiöse Peritonitis )

Das FiP-virus entsteht  aus dem Coronavirus, das eine mehr oder wenider ausgeprägte Darminfektion verursacht. Durch Mutation dieses Corona-Virus entsteht dann das FiP-Virus. Begünstigend hierfür wirken andere Infektionen Z.B. Leukose und vor allem Stress.
Heute wissen wir, dass dem Immunsystem eine entscheidende Rolle zukommt, welches durch Stresssituationen aller art supprimiert wird und damit einem Virusanstieg Vorschub leistet, wodurch es dann zu Mutationen und zum Ausbruch der FiP kommt.
Besonders gefährdet sind Jungtiere bis zu einem Alter von 4 Jahren. Zu den auffälligsten  frühen Kranheitssymptomen gehören unerklärbares Fieber und Inappetenz. Später kommen Abmagerung, Austrocknung und Anämie hinzu. >Ein drittel der Fälle äußert sich als nasse FiP mit Bauch-/Brusthöhlenerguss und/ oder Gelbsucht.
Nun wird leicht der Ruf nach einer Impfung laut. Die funktioniert nur dann zuverlässig, wenn die Tiere vorher nicht mit einem Corona-Virus infiziert waren, dessen Nachweis durch eine PCR und/oder Antikörperbestimmung nicht zweckmäßig ist, da 10% der Katzen eines Kollektivs Virus im Kot ausscheiden ohne einen Antikörpertiter auszuweisen. Im Impfalter von 16-20 Wochen können die Tiere bereits mit
Corona- Viren Infiziert gewesen sein, was den Nutzen der Impfung erinschränkt. Genauere Informationen für den Einzelfall sollten Sie sich bei Ihrem Tierarzt holen.


Quelle:Krankheiten der Katze, herausgegeben von Marian C. Horzinek et al.

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FIV ( Katzenaids)

Das Feline Immundefizienz-Virus (FIV) ist ein Virus aus der Familie der Retroviren. Das Virus löst bei Katzen eine Immunschwächekrankheit aus, die als Felines Immundefizienzsyndrom oder umgangssprachlich als Katzen-AIDS bezeichnet wird, da sie der Erkrankung Aids beim Menschen stark ähnelt. Menschen können sich jedoch mit FIV nicht infizieren. FIV gehört innerhalb der Retroviren zur Gattung der Lentiviren und wurde 1986, also vier Jahre nach der Entdeckung des Humanen Immundefizienz-Virus (HIV), zum ersten Mal beschrieben. Die Erkrankung ist bisher nicht wirkungsvoll behandelbar, verläuft aber oft über lange Zeit symptomlos. Langfristig wird jedoch das Immunsystem zerstört und Sekundärinfektionen führen zum Tod. Bisher wurden neun verschiedene Stämme des Virus aus elf verschiedenen Katzenarten isoliert, darunter spezifische Stämme aus Löwen und Pumas. Auch in der Tüpfelhyäne, die nicht zur Familie der Katzen gehört, wurde FIV gefunden. Neben dem Felinen Coronavirus, dem Erreger der Felinen Infektiösen Peritonitis (FIP) und dem Felinen Leukosevirus (FeLV), dem Erreger der Katzenleukämie, gehört das Virus zu den Auslösern der klinisch bedeutsamsten viralen Infektionskrankheiten bei Hauskatzen.
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Katzenschnupfen
Katzenschnupfen ist eine Sammelbezeichnung für ansteckende Erkrankungen der Atemwege und der Schleimhäute des Kopfes bei Katzen. Synonym verwendet werden die Bezeichnungen infektiöse Katzenrhinitis, Katzenpneumonitis, cat flu und Rhinotracheitis infectiosa felis.

Es handelt sich hierbei also um einen Symptomkomplex, der durch unterschiedliche Erreger hervorgerufen wird, und Nase, Maulhöhle und Augen betrifft. Beteiligte Erreger sind verschiedene Viren (Herpes- und Caliciviren) und Bakterien (Chlamydien, Bordetellen und Mykoplasmen). Da die Erreger sich gegenseitig begünstigen und damit parallel auftreten können und Behandlung und Bekämpfung dieser Erkrankungen etliche
Gemeinsamkeiten aufweisen, ist diese Sammelbezeichnung dennoch berechtigt.
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Bitte lassen Sie Ihre Katze unbedingt gegen Katzenschnupfen impfen !
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Katzenseuche

Die Panleukopenie ist eine häufig tödlich verlaufende, virusbedingte Katzenkrankheit. Sie wird auch als Katzenseuche, Katzenstaupe, infektiöse Enteritis der Katzen, Agranulomatose, Aleukozytose und Katzenpest bezeichnet. Erreger ist ein Virus aus der Gattung Parvovirus (von lat. parvus - klein). Die Krankheit ist eng verwandt mit der Parvovirose des Hundes und der infektiösen Panleukopenie der Marderartigen. Bei Menschen kann das verwandte, aber wesentlich weniger gefährliche Parvovirus B19 Erkrankungen auslösen.
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Bitte lassen Sie Ihre Katze unbedingt gegen Katzenseuche impfen !
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Leukose

Bei der Katzenleukose handelt es sich um eine Leukämie-Erkrankung der Katze (Katzenleukämie) durch das Feline Leukämievirus FeLV. Diese schwerwiegende Erkrankung ist die bei Katzen am häufigsten auftretende Infektionskrankheit. Die Leukose muss nicht bereits zum Ausbruch gekommen sein, um auf gesunde Tiere durch Speichel oder Tränenflüssigkeit sowie durch infizierte Gegenstände übertragen zu werden und zur Ansteckung zu führen. Die Inkubationszeit (von der Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch) kann Monate oder gar Jahre betragen auch kann eine bereits erkrankte Katze noch Monate oder Jahre am leben bleiben.

FeLV-infizierte Katzen sollten aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr unbedingt von gesunden Katzen getrennt werden. Am sichersten ist es, eine infizierte Katze aus dem Katzenhaushalt zu entfernen, sollten noch weitere, noch nicht angesteckte Katzen mit ihr zusammenleben. Nur so lässt sich das Ansteckungsrisiko effektiv begrenzen.

Die Symptome der Katzenleukämie sind sehr vielfaltig und reichen von Blut im Kot, Appetitlosigkeit und Durchfall über geschwollene Lymph-Knoten, Atembeschwerden und starkem Durst bis hin zur Entwicklung von bösartigen Tumoren (Krebs) und einem veränderten Blut-Bild sowie der Schwächung des körpereigenen Immunsystems der Katze.

Obwohl der Feline Leukämievirus durch Wärme und Trockenheit leicht ausstirbt, gibt es bis heute keine Möglichkeit zur Heilung einer FeLV-Infektion oder Erkrankung. Es wurden zwar bereits verschiedene Chemotherapien entwickelt, diese können jedoch - je nach Schwere der Infektion und je nach körperlicher Verfassung der erkrankten Katze - die Infektionserkrankung nur vorübergehend stoppen bzw. lindern.

Zur Vorbeugung der Ansteckung durch den Felinen Leukämievirus gibt es verschiedene Impfungen. Junge Katzen (Kitten) sollten im Kittenalter zweimal gegen FeLV geimpft werden - im Alter zwischen der neunten und zehnten Lebenswoche, wobei die zweite Impfung etwa drei vis vier Wochen nach der ersten erfolgen sollte. Erwachsene Katzen sollten jedes Jahr neu gegen Katzenleukose geimpft werden. Diese Auffrischung nennt man auch Booster-Impfung.
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Bitte lasse Sie Ihre Katze unbedingt gegen Leukose impfen !

 
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