aus dem Tierheim - TSV-Giessen

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aus dem Tierheim

Aktuelles
07.09.2017, Es war ein rauschendes Fest...
Mit Hoffen und Bangen wurde das diesjährige traditionelle Sommerfest im Tierheim Gießen erwartet: nach den heftigen Unwettern im vergangenen Jahr MUSSTE es doch diesmal wieder klappen! Die Wetterfrösche wurden von uns, im Verlaufe des Jahres, besonders intensiv u. tierschutzgerecht betreut und das zahlte sich aus... Herrliche Sonne begleitet das gesamte Fest!
Das war natürlich die beste Voraussetzung!
Schon lange vor der Eröffnung kamen Tierfreunde, um in Ruhe einen Kaffee zu trinken und sich etwas umzuschauen. Bis zur letzten Minute wurde noch geräumt und gewerkelt, geschleppt und geputzt.
Frau Paparone, stellvertretende Vorsitzende, empfing mit fröhlichen Worten die inzwischen rasant angewachsene Besuchermenge.
Draußen standen die Autos in langen Schlangen um das Tierheimgelände, weil auf dem Tierheimparkplatz schon bald kaum noch Parkmöglichkeiten mehr zur Verfügung standen.
Schnell füllten sich die Stände, Menschenmassen drängten sich von Stand zu Stand, so dass kaum mehr ein Durchkommen war. Überall wurde gesichtet, und gekostet, gelesen und zugehört, geworfen und gedreht, die Tiere und deren Unterbringungsmöglichkeiten in den zumeist neuen Gebäuden besucht, gelacht und gegessen.
Beim traditionellen „Frauchen gesucht“ konnten die Besucher viele Tierheimhunde mit ihren Hundebegleitern erleben und kennen lernen. Bei Führungen durch das Hunde- und Katzenhaus, knüpfte so mancher Besucher erste Kontakte, vor allem zu den Stubentigern.
Für Kinder gab es ein umfangreiches Programm. Kinderschminken, Wurfbox, Glücksrad und vor allem der Programmpunkt „Tiere nah erleben“ erfreute viele Kinderherzen. Tierpflegerin Nora Grandke schaffte es mit spannenden Informationen und Neuigkeiten über Tauben, Papageien, Frettchen, Ziegen, Hühner und Reptilien die Kinder zu begeistern. Die geschenkten Stücke von Schlangenhäuten wurden von den Kinderhänden umklammert und  den Eltern präsentiert.
Nutria Otto war der große Liebling von allen, er schwamm selig seine Runden im Wasserbecken und lies sich sogar streicheln.
Es gab, wie immer, eine Kuchentheke mit unendlich großer Auswahl an leckeren Kuchen, die von vielen Ehrenamtlichen und Bäckern der Region liebevoll gebacken und gespendet worden waren. Geschuldet dem Anliegen des Tierschutzvereins, sich verstärkt auch dem Schicksal von Nutztieren zu widmen,  und nach neuen Lösungen zu suchen, die Haltung von Schlacht-und Milchtieren zu verbessern (s. Homepage!), wurden regionale Produkte von Wollschwein und Wasserbüffel aus Freilandhaltung angeboten. Darüber hinaus bereicherten vegetarische und vegane Gerichte das Büffet.
Über den Tellerrand hinaus geschaut, informierten verschiedene Stände über weitere Tierschutzthemen. Die Wildtierhilfe Schelderwald war vertreten sowie auch der NABU Giessen, der unseren Jüngsten einen spannenden, kindgerechten Einblick ins Insektenleben bot. Am Nutztierstand konnte man sich über Alternativen zur Massentierhaltung informieren und ein Stand der Veganer zeigte auf, welche leckeren Alternativen es zu tierischen Produkten geben kann.
Der traditionelle Flohmarkt unter der Leitung von Frau Agnes Ermert-Schink bot Nützliches, Kitsch und Kunst für jeden Geschmack und sorgte ganz nebenbei für schöne Einnahmen, die der Tierschutzarbeit zugutekommen.
Die begeisternden Auftritte des Salsa Cubana Tanzclubs und musikalische Einlagen sorgten für eine schöne und entspannte Sommerstimmung. Die  Erwachsenen ließen sich von den „Dogtails“ verzaubern, Getränke mit viel Eis in peppigen Farben mit oder ohne Alkohol angeboten die, von reizenden Mitarbeiterinnen und mit  phantasievollen Namen wie „Flying Kangal“ und "Mopsflower" versehen, serviert wurden.
03.09.2017, Chinchillas ausgesetzt...
Wer ein Tier zu sich nimmt, übernimmt auch gleichzeitig die Verantwortung für dieses Tier. Er ist verantwortlich für eine artgerechte Unterbringung und eine artgerechte Versorgung, wozu auch das Futter und tierartspezifische must-haves sind. Der Verantwortung kann er auch nicht einfach mal so entledigen, wenn kein Interesse mehr an dem Gefährten besteht oder er in eine finanzielle Schieflage gerät. Aber er kann die Verantwortung abgeben – im Tierheim, indem er sein Tier abgibt.
Im Fall der Chinchillas, die gestern in Gießen in einer Einfahrt ausgesetzt wurden, hat der Besitzer sich der Verantwortung nicht gestellt. Er hat seine Tiere einfach in einer Transportbox, die wiederum in einer Plastiktüte war, abgestellt. Dass dies eine Straftat ist, wird ihm hoffentlich bewusst gewesen sein.
Aber nicht nur, dass die Beiden abends, als es schon recht kühl war, dort standen - die Verantwortung scheint der Halter auch vorher schon nicht richtig getragen zu haben.
Das Futter in der Transportbox war nämlich ganz und gar nicht artgerecht. Zwei Knabberstangen mit Honig sind so ziemlich genau das, was die Tiere, die in der Natur in vegetativarmen Gegenden in den Anden leben, nicht fressen dürfen. Da verwundert es doch nicht, dass eins der Chinchillas deutliches Übergewicht hat.
Neben der falschen Fütterung scheinen die beiden Chins auch schon länger kein Sandbad mehr gesehen zu haben. Dieses benötigen die sehr reinlichen Tiere auf jeden Fall für ihre Fellpflege. Diese Beiden haben ein ziemlich zerrupftes, teils schon verfilztes Fell.
Nun jedenfalls sind die Chinchillas im Tierheim. Sie haben sich sehr über das angebotene Sandbad gefreut und sich gleich ausgiebig gewälzt. Sie haben nun auch Futter, welches auf Chinchillas abgestimmt ist. Noch sitzen sie in der Quarantäne. Aber schon bald werden sie in einem großzügigen Gehege rumflitzen können, bis sich verantwortungsbewusste Menschen finden, die ihnen ein artgerechtes Zuhause bieten.

Wir bitten Alle, die wissen, wem die Tiere bisher gehörten oder gesehen haben, wie sie in einer Hofeinfahrt in Wieseck abgestellt wurden, sich bei uns zu melden. Vielen Dank!
04.07.2017, Eine besondere Überraschung...
Manchmal sind es nicht die größten Taten, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern, sondern die kleinen Ideen, aus denen großer entwächst.
Eine solche Idee hatten Aaliyah, 11 Jahre, und Lina, 12 Jahre. Anstelle auf Linas Geburtstag die gemeinsam mit Linas Mutter gebackenen Donuts, Muffins und Einhornkekse selber zu essen, haben sie mit ihren Freundinnen beschlossen, diese zu verkaufen und das gesammelte Geld dem Tierheim zu spenden. So lief die Schar von Haus zu Haus und brachten die Leckereien an den Mann bzw. die Nachbarn.
Letzten Samstag überraschten sie und dann mit dem Erlös. Sage uns schreibe 70€ hatten sie gesammelt!
Wir haben uns sehr über das Engagement und das Geld gefreut und den Beiden gerne das Tierheim und unsere Tiere gezeigt.
Liebe Aaliyah, liebe Lina, das war wirklich großartig von euch. Vielen Dank!
17.06.2017, Vögelchen auf dem Weg in die Freiheit...
Für einen Teil unserer Vögel war es heute soweit: die Türe ihrer Behausung öffnete sich und sie durften in ihr Auswilderungsgehege ziehen.
Sie haben nun gelernt zu fliegen, zu jagen und welche Dinge man fressen kann. Mehr können wir ihnen nicht beibringen.
Trotz oder gerade wegen unserer Mühen, der Platz unserer "Wilden" ist in freier Natur und so dürfen sie auch, sobald sie dazu bereit sind, wieder dorthin zurück.
Noch schützt sie ein Netz vor der gefährlichen Welt dort draußen, doch bald wird auch dieses nicht mehr dazwischen stehen.
Fünf Amseln und ein Star waren die ersten unser momentan 31 befiederter Gäste welche bereit waren.
Wir wünschen ihnen ein erfolgreiches und langes Leben - mögen sie immer ein wenig schneller sein als der Habicht!
12.06.2017, Ein besonderes Flaschenkind...
Nicht nur Haustiere, auch Wildtiere brauchen manchmal unseren Schutz und ein wenig Starthilfe.
Angepasst an unsere Zivilisationslandschaft stehen vor allem die jungen Tiermütter immer wieder vor neuen Problemen und Herausforderungen, welche die Natur nicht für sie vorgesehen hat. Ein plötzlich gefällter Baum, welcher den sicheren Kobel unbewohnbar oder die einzige sichere Verbindung zum Wurflager unüberwindbar macht, ein plötzlich verschlossenes Stallfenster zum Schwalbennest oder einfach der allgegenwärtige Straßenverkehr.
So kommt es immer wieder vor, das Jungtiere verloren gehen oder Mütter versterben und die Kleinen auf Hilfe angewiesen sind.
Läuft ein wildes Tier auf einen zu, denken viele erst einmal an Tollwut. Diese Angst ist unbegründet, da Deutschland bereits seit einigen Jahren als tollwutfrei eingestuft ist (mit Außnahme der Fledermaustollwut, welche aber einen eigenen Stamm bilden und eine Übertragung auf Menschen nur in Außnahmefällen möglich ist) . Aber manche Tierkindern (besonders Waschbär und Eichhörnchen) suchen tatsächlich auch in ihrer Not Hilfe bei Menschen.
Oft ist bei verlorenen Wildtierkindern auch wieder eine Rückführung zur Mutter möglich. Dies sollte dann unbedingt probiert werden, da das aufwachsen mit Eltern auch immer mit einer höheren Chance zum Überleben verbunden ist.
Findet man ein Lager mit Jungtieren welche ruhig und aufmerksam, aber nicht apathisch oder extrem anhänglich sind, brauchen sie in der Regel keine Hilfe. Manche Tierarten wie Reh oder Hase kommen nur kurz zum säugen zu ihren Kindern.
Daher in Zweifel erst einmal beobachten und bei qualifizierten Stellen nachfragen. Verletzte und kranke Tiere benötigen natürlich immer Hilfe, das gilt ebenso für apathische und ausgekühlte oder laustark schreiende Jungtiere.
Dieses Eichhörnchen, wir nannten es Mr. Flausch (eines der selten Wildtiere welches einen Namen von uns bekommen hatte) wurde ausgekühlt und mehr tot als lebendig gefunden. Es war gerade einmal 2 Wochen alt. Anders als anfangs gedacht entwickelte es sich prächtig und konnte bereits mit einem anderen Hörnchen ausgewildert werden. Es hatte die Möglichkeit aus einem sicheren Schuppen die Welt kennen zulernen und kehrte auch lange zum schlafen dorthin zurück. Vor ein paar Wochen siege jedoch die Abenteuerlust und er beschloss in den Bäumen zu bleiben.
Wir wünschen dir alles Gute, Mr. Flausch. Mögest du ein langes und glückliches Eichhörnchenleben führen!

10.06.2017, Das Leid der Namenlosen...
Gestern erreichten uns diese fünf Katzenkinder. Gerade einmal 4 Wochen alt hatte ihre Mutter einen alten Karton bei einer LKW-Firma als Versteck auserkoren. Doch die letzten drei Tage kam Mama nicht zurück, die Kleinen wurden unruhig und konnten so gefunden werden.
Nachdem die Kleinen lange satt und glücklich waren, erreichte uns ein Anruf, dass auch die Mutter wieder in der Nähe gesichtet wurde.
Es handelte sich bei ihr um eine verwilderte Hauskatze welche die letzte Zeit selbst mehr schlecht als recht über die Runden gekommen war.
Noch ist sie leider zu misstrauisch um sich fangen zu lassen, doch wir werden alles versuchen damit sie wieder zu ihren Kleinen kann und diese "normal" aufwachsen und vor allen dass sie danach kastriert werden kann um keine zukünftigen heimatlosen Katzen zu verursachen.
Katzen wie sie leben unzählige in Deutschland und nicht selten sind es die Nachkommen unkastrierter Hauskatzen.
Ohne Kontakt in der Prägephase sind sie leider nicht an ein Leben im Haus zu gewöhnen, können aber ohne Hilfe und einer damit verbundenen Futterstelle auch nicht selbständig überleben.
Jeder, der seine Katze unkastriert raus lässt, macht sich am Leid dieser Tiere mitschuldig.
Kastration bedeutet Tierschutz, für die Katzen der Straße ebenso wie den faulen Stubentiger.
08.06.2017, Wann hat ein Tierschützer frei oder die Geschichte vom einsamen Entlein...
Heute abend, weit nach Feierabend der Tierpfleger, brachten Finder ein einsames Entenküken ins Tierheim. Es war auf dem Heuchelheimer See getrieben, ebenso wie ein zweites Küken und ein drittes, welches bereits verstorben war und nun die Mahlzeit ein paar hungriger Krähen abgab. Leider hatten sie das zweite nicht einfangen können.
Der Kleine wurde erst mal versorgt, doch er schrie und sprang in seiner Box herum. Weder eine Pinguinwärmflasche noch die Gesellschaft anderer Tierkindern schien ihn zu beruhigen, nur Körperkontakt gab ihm genug Geborgenheit um wenigstens ein wenig zu essen und auszuruhen.
Da er dringend Gesellschaft brauchte (einsame Entenküken sind sehr schwer aufzuziehen) und auch die Ungewissheit, was mit dem anderen Küken geschah, machten sich Mitarbeiter auf den Weg, nach dem zweiten zu suchen.
Doch der See schien einsam, es fanden sich zwar ein paar brütende Teichhühner und eine Erpel-Gemeinschaft, von dem Küken jedoch keine Spur. Als der See schon fast umrundet war, durch Brennessel und Dornensträucher hindurch, flog vor den Füßen einer Mitarbeiterin auf einmal eine weibliche Ente aus dem Gebüsch, gefolgt von mehreren gelben Flauschbällen. Spontan entstand die Idee, auszuprobieren ob es die Mutter war und die kleine Ente ins Wasser zu setzen. Diese quakte plötzlich sehr laut und die Entenmutter drehte um. Als die Mitarbeiter etwas Abstand hielten (immer bereit ins Wasser zu springen um es zur Not zurück zu holen) kam sie zurück, das Kleine war plötzlich still und schloss sich den anderen an. Gemeinsam schwammen sie auf den großen See.

Ohne ein Danke, mit brennesselgeplagter Haut, vielen Mückenstichen und nassen Füßen blieben die Mitarbeiter zurück.
Wieder einmal kein gemütlicher Feierabend auf der Couch, wie ursprünglich geplant. Manch einer mag vielleicht denken, und das für eine Ente?
Doch, das gute Gefühl dass diese Ente normal mit einer
Familie aufwachsen kann und hoffentlich ein langes Entenleben führen wird, gibt uns Recht das dies die richtige Wahl für den Abend war...
03.06.2017, Im Tierheim piept es...
Und das gewaltig! Durch die plötzlichen hohen Temperaturen haben viele Vogeleltern Probleme bekommen, ihren Nachwuchs zu versorgen. Ob sie aus der Not heraus ihre Brut zurücklassen mussten oder aber es nicht mehr nach Hause schafften, wissen wir leider nicht.
So kommt zusätzlich zu der Versorgung unserer "Haustiere" nun auch die Aufgabe der Vogelaufzucht auf uns zu.
Momentan werden 14 Vögel bei uns aufgezogen, Tendenz steigend. Darunter sind Spatz, Amsel, Star, Krähe und Taube. Soviele Schnäbel haben natürlich auch einen Riesen-Hunger um groß und stark zu werden. Zur Unterstützung würden wir uns darum über Futterinsekten (Wachsmaden, Anglermaden, Zoophobas, Mehlwürmer, etc.aus dem Zoo- und Anglerbedarf) freuen, denn gerade die Insektenfresser benötigen Zeit und Möglichkeit, das "Jagen" zu lernen.
Wer die Vogeleltern im Sommer unterstützen möchte, kann außerdem Vogeltränken anbieten, denn Wasserknappheit ist meist schlimmer als zu wenig Futterangebot. Wenn ganzjährig gefüttert wird sollte, außerdem in der Aufzuchtzeit auf das richtige und gut verträgliche Futter geachtet werden.
Wenn Sie einen Vogel finden, sollte außerdem sorgfältig abgewogen werden, ob er wirklich unsere Hilfe benötigt.
Junge Ästlinge verlassen das Nest bevor sie fliegen können und werden am Boden von ihren Eltern noch weiter versorgt. Ist der Vogel also vollbefiedert, unverletzt und kann aufrecht sitzen, benötigt er vermutlich keine Hilfe. Um sicher zu gehen kann man erst einmal aus weiterer Entfernung beobachten, ob die Eltern wiederkommen. Ist der Vogel nackt, apathisch oder verletzt benötigt er Hilfe.
Bitte aber auf keinen Fall Wasser geben! Vögel können ersticken oder eine schwer behandelbare Lungenentzündung bekommen. Junge Vögel trinken nicht, sie bekommen die Flüssigkeit aus der Nahrung.
Auch improvisiertes Futter kann mehr schaden als helfen wenn es nicht an die jeweilige Art angepaßt ist.
Darum: Jungvögel wärmen (am besten mit Wärmflasche) und Hilfe organisieren.
21.05.2017, Wie man das Herz einer Katze gewinnt...
Als Mr. Blue ins Tierheim kam, waren wir uns nicht sicher ob es sich um eine Katze oder doch vielleicht um einen Gremmling handelte, welcher versehentlich nach Mitternacht gefüttert wurde...
Spuckend und fauchend zeigte er nur allzu deutlich dass er Menschen am liebsten zerfleischen wollte.
Er hatte schon einige Zeit auf sich alleine gestellt überlebt und dachte nicht daran wieder Menschen zu vertrauen, welche ihn doch zuletzt im Stich gelassen hatten.
Anders als Hunde passen auch zahme Katzen ihr Verhalten wieder an das eines Wildtieres an wenn sie lange keinen Menschenkontakt hatten. Genau das war mit Mr. Blue passiert: Er war verwildert.
Jedoch schlummerte tief in ihm noch das Herz eines Schmusetigers, es musste nur langsam wieder ausgegraben werden.
Die erste Zeit landeten ganz zufällig fliegende Leckerli neben ihm und die gruseligen Hände welche sie begleiteten verloren immer mehr ihren Schrecken.
Je länger eine ehemals zahme Katze wild gelebt hat, umso länger dauert der Prozess der "Zähmung" und nicht immer ist der Erfolg gewiss. Doch bereits nach drei Wochen brach das Eis und der graue Panther wartete mit immer größerer Spannung auf die Leckerli-Überbringer, welche ihn beim füttern nun auch streicheln durften.
Sieht man Mr. Blue heute glaubt man gar nicht, dass der gesprächige und verschmuste Kerl vor kurzem am liebsten noch alle Hände mit allen zur Verfügung stehenden Waffen bekämpft hätte.
Jeden Tag erzählt er uns nun fröhlich, welche großen Abenteuer er früher erlebt hat und wie froh er ist, dass wir ihn gefunden haben...
16.05.2017, Ein kleines Katzenwesen...
Dieses kleine Katzenwesen kam heute sehr hungrig mit seinen drei Geschwisterchen zu uns ins Tierheim, weil seine Mutter leider nicht mehr zurück gekehrt ist. Warum sie nicht mehr zurück kam, wissen wir leider nicht. Wir hoffen aber, dass wir sie doch noch mal entdecken können und sie dann mit ihren Babys vereinen können.
Die kleinen Würmchen sind erst etwa 1-2 Tage alt. Sie können noch nichts sehen und hören. Um ihnen dennoch einen guten Start in ihr hoffentlich ganz langes Katzenleben zu geben, sind sie nun, wie alle unsere Kleinsten, zu einer unserer Tierpflegern gezogen. Dort werden sie liebevoll und sachkundig aufgezogen und werden alles mitbekommen, was sie brauchen, um einmal große, selbstbewusste Katzen zu werden. Die menschlichen Ziehmütter legen sehr viel Wert auf eine gute Sozialisation. Die Kleinen lernen daher die Transportbox kennen, Hunde, das Katzenklo und einfach ein ganz normales Familienleben.
Wenn die Kleinsten dann groß genug für ein eigenes Zuhause sind, so vermitteln wir sie immer zu Zweit oder zu einer schon vorhandenen, sozialen Katze, da Jungkatzen einfach Artgenossen brauchen, um ein normales Sozialverhalten ausbilden zu können. Bei unseren Tierpflegern, die sie die ersten Lebenswochen tags und nachts stündlich versorgt haben, fließen da beim Auszug auch schon mal die ein oder andere Träne. Gerne sind sie daher auch weiterhin ein Katzenleben lang Ansprechpartner für die neue Familie und freuen sich tierisch über jedes Foto und jede kleine Anekdote ihrer ehemaligen Schützlinge.
Die Vierertruppe, die heute im Tierheim gelandet ist, muss nun erst einmal alt genug werden, bis sie in ein neues Zuhause ziehen können. Daher möchten wir bitten, derzeit auch noch von Interessensbekundungen abzusehen. Erst, wenn die Kleinen alt genug sind, um erkennen zu können, wer am besten mit wem in ein neues Zuhause ziehen sollte, werden wir sie in die Vermittlung nehmen. Dies dauert aber noch ein paar Wochen
24.01.2017, Zwei auf einen Streich...
Manche Hunde haben es schwerer als andere. Gerade dann, wenn sie älter sind, keine guten Erfahrungen gemacht haben, eine Aggressionsproblematik aufweisen oder einfach nicht viel kennenlernen durften, ist es sehr schwer, eine geeignete Familie zu finden, die diesen Hunden ein Zuhause bietet. Um so schöner, wenn gleich zwei das Tierheim verlassen dürfen...

Vor 9 Monaten zog Senior Kalle im Tierheim Gießen ein. Zuvor hat er sein bisheriges Leben in einem Tierheim im Ausland verbracht. Da er in dem Tierheim nur einer von mehreren hundert Hunden war, hat er vieles nicht kennengelernt, was für unsere Hunde selbstverständlich ist. Er hatte nie gelernt, dass es sich lohnt, mit Menschen zu kooperieren. Kalle machte einfach sein eigenes Ding und stand Menschen eher unsicher/ängstlich gegenüber, denn immer wollten sie was von ihm. Da war zum Beispiel unsere Tierärztin, die ihn einfach untersuchen wollte, oder die Tierpfleger, die ihn einfach an der Leine führen wollten – alles eine Zumutung für den älteren, nicht ganz gesunden Rüden. Behutsam haben wir Kalle gezeigt, dass es auch ein Leben jenseits des Tierheimgeländes gibt. Er lernte stundenweise das Leben im Haus kennen; er lernte, dass das Laufen an der Leine auch schöne Ausflüge in die Natur bedeuteten und er lernte, das menschliche Hände sehr wohltuend sein können. Wir haben ihn daher in die Vermittlung genommen.

Und auch Hope war einer unserer Sorgenhunde. Wie auch Kalle kommt sie aus dem Ausland. Sie kam von dort aus in eine Pflegestelle in Berlin und sollte von dort aus vermittelt werden. Die Pflegestelle war mit Hope aber völlig überfordert, so dass sie dann zu uns kam. Gute Erfahrungen mit Menschen hat Hope in Rumänien offensichtlich nicht machen dürfen, denn sie wurde regelrecht panisch, wenn eine Hand sie berühren wollte. Und auch bei Zug auf ein Halsband reagierte sie kopflos und panisch. Vermutlich war sie mit einer Schlinge eingefangen worden und kam so ins Tierheim. Um sie besser auf ein Leben in einem neuen Zuhause vorbereiten zu können und an ihrer Panik arbeiten zu können, zog sie auf eine Pflegestelle bei unserer Hundetrainerin. Dort orientierte sie sich stark an den anderen Hunden und lernte, das Leben zu genießen. Auch sie haben wir dann irgendwann in die Vermittlung genommen.

Und nun haben Kalle und Hope etwas gemeinsam. Beide haben ein neues Zuhause gefunden. Die Menschen ihres neuen Zuhauses sind uns schon bekannt, denn sie hatten schon einmal einen Hund von uns. Sie kennen sich sowohl mit schwierigen Hunden als auch Angsthunden aus und wissen, was auf sie zukommt. Sie hatten sich einfach nicht entscheiden können, wem sie eine Chance geben sollen – dem etwas eigenbrötlerischen Senior Kalle oder dem kleinen Angsthasen Hope. Sie haben sich entschieden – beide durften einziehen. Schon wenige Stunden später bekamen wir die Nachricht, dass beide entspannt auf ihren neuen Plätzen im Wohnzimmer schlafen. Wir hoffen sehr, dass sie noch eine lange, glückliche Zeit gemeinsam verbringen können.
24.11.2016, Ein guter Geist tritt seine letzte Reise an ...
Als am 06.05.2000 eine kleine schwarz-weiße Katze als Fundtier aus einer Gemeinde im Landkreis Gießen ins Tierheim kam, ahnte noch niemand, für welchen Lebensweg sich diese Samtpfote einmal entscheiden würde.

Sie bekam den Namen Rieke und war ca. vier Jahre alt. Diese Zeit muss sie „auf der Straße“ verbracht haben, denn Rieke war das, was man als verwilderte Hauskatze bezeichnet. Sie ließ nicht anfassen, Menschen waren zwar als Dosenöffner tolerierbar, aber ansonsten eher überflüssig. Es dauerte mehr als zehn Jahre, kostete unendlich viel Geduld – aber der Lohn war umso größer.
In den letzten Jahren ihres Lebens wurde sich die kleine Grande Dame des Katzenhauses der Vorzüge von Zweibeinerhänden bewusst. Streicheln gehörte nun zu ihren Vorlieben. Und so beschloss man, für den „Dauergast“

doch noch ein neues Zuhause zu suchen. Ein solches wurde auch gefunden, aber Rieke hatte andere Pläne. So deutlich wie Katzen das nun einmal zu tun pflegen, zeigte sie, dass ihr das neue Heim nicht gefiel. Ihr Weg führte also zurück ins Tierheim, wo so von der ersten Sekunde an wieder so brav und wohlerzogen war, wie eh und je. Getreu dem Motto „einen alten Baum verpflanzt man nicht“ haben wir beschlossen, aus Rieke eine vierbeinige Mitarbeiterin zu machen und sie nie mehr von ihrem Wahlzuhause „Tierheim“ zu trennen.
Sie dankte uns diese Entscheidung, indem sie alle Besucher von ihrem Stammplatz in der Nähe der Tür begrüßte und neue Mitbewohner in die Regeln und Gepflogenheiten einwies. Auch die unzähligen anderen Katzen, die Rieke kommen und gehen sah, waren sich ihrer Sonderstellung sehr bewusst. Die nicht einmal drei Kilo schwere Lady wurde nie das Opfer von Raufereien oder Streitigkeiten um den „besten“ Futternapf…

Rieke verstarb gestern im Alter von 20 Jahren nach über 16 1/2 Jahren im Tierheim Gießen… aber ihr guter Geist wird für immer in unserem Katzenhaus bleiben…

16.9.2016, Firma Schwender GmbHspendet 1600 Euro
Eine wundervolle Geste und viel Liebe zu Tieren steckte hinter der Idee, im Rahmen einen Firmenjubeläums um eine Spende für den Tierschutz zu bitten und auf die üblichen Geschenke zu verzichten. Die Firma Schwender GmbH hat sich auf Estriche und Fliesenlegung spezialisiert. Zu den Einnahmen legte sie selber noch über 700 Euro "drauf", so dass eine wirklich stattliche Summe zusammen kam. "Wir haben selber einen halben Zoo zuhause, unser Herz schlägt einfach für Tiere", lacht Michael Schwender.                                     Wir danken Ihnen von Herzen !
28.6.2016, Besuch der Klasse 4c , Herderschule Gießen
Die ganze Klasse 4c mit Ihrer Lehrerin, Frau Lee war am Morgen ins Tierheim angereist, um sich unsere Arbeit mal vor Ort anzuschauen.Unsere Mitarbeiterin, Hannah Wern ließ es sich nicht nehmen, den Schülerinnen und Schülern jeden Winkel im Tierheim zu zeigen und die vielfälltige Arbeit und Aufgaben eines Tierheims aufzuzeigen.Und zu guter Letzt brachten die Schüler noch eine ganz dicke Spende in Höhe von 200.-€ mit.
Liebe Klasse 4c, wir danken Euch von Herzen, Euer Tierheim-Team

04.12.2015 Diego und Duna - ein unzertrennliches Paar

Manche Tiere, die zu uns kommen, haben ein Schicksal, welches uns Mitarbeiter sehr berührt und welches uns lange verfolgt.
Bordeaux Dogge Diego zum Beispiel, kam aus schlechter Haltung ins Tierheim. Endlich dieser Haltung entflohen, forderten seine damaligen Besitzer ihn schon bald zurück. Wir hatten keine Chance. Wir mussten Diego schweren Herzens zurück geben.
Einige Jahre später griff das Veterinäramt ein und er kam wieder ins Tierheim.

Diego war inzwischen ein misstrauischer, unsicherer Hund geworden. Er wollte sich von ihm unbekannten Menschen (vor allem von
Männern) nicht anfassen lassen, duldete keine Hunde in seiner Nähe und vertraute nur wenigen Menschen.
Doch eine Tierpflegerin kannte er noch von seinem früheren Tierheimaufenthalt und freute sich sehr, eine ihm vertraute Person zu sehen. Ramona schaffte es, dass sich der unsichere Bollerkopf wieder zu einem Kasper entwickelte.
Und dann lernte er die Liebe seines Lebens kennen: sie war schon älter, etwas forsch und ungestüm. Eben eine rassige Boxerin namens Duna.
Und auch Duna hatte ein trauriges Schicksal. Sie war liebevoll in einer Familie aufgewachsen und lebte in der Familie als vollständiges Familienmitglied. Doch nach einem Schicksalsschlag verlor die Familie ihr Haus und gerat derart in finanzielle Nöte, dass sie sich die geliebte Duna einfach nicht mehr leisten konnten.
Als Diego auf Duna traf, war es buchstäblich Liebe auf den ersten Blick.
Beide spielten miteinander und Duna begann dann sogleich Diegos Ohren zu putzen. Ab diesem Zeitpunkt waren sie unzertrennlich. Sie teilten sich sogar nachts ein Bett, denn sie wollten nicht mehr ohne einander sein.
Beide gaben sich den Halt, den sie in der Tierheimsituation so dringend benötigten.
Nun wissen alle Menschen, die sich im Tierschutz etwas auskennen, dass es fast unmöglich ist, zwei Hunde zusammen zu vermitteln. Je größer und älter die Hunde sind, desto schwieriger ist dies. Wir waren uns daher sicher, irgendwann werden sie sich leider trennen müssen. Doch wir wollten die Hoffnung nicht aufgeben.
Für heute hatte sich eine nette Familie angekündigt. Sie hatten Diego im Internet entdeckt und überlegten, dem freundlichen Rüden ein Zuhause zu bieten. Die Familie hatte bisher drei Bordeaux Doggen, die leider in den letzten beiden Jahren aufgrund ihres Alters verstorben waren. Wir nutzten die Chance und erzählten der Familie schon im Vorfeld von Diegos großer Liebe Duna.
Und was sollen wir sagen: Diego und Duna sind heute endgültig den Bund fürs Leben eingegangen. Sie durften heute gemeinsam in ihr neues Zuhause ziehen und werden dort für den Rest ihres Lebens ein traumhaftes Leben führen dürfen. Uns Mitarbeiter rührt dies sehr. Denn uns gehen nicht nur die Schicksale der einzelnen Hunde nahe, sondern auch die Erfolgsgeschichten, denn wir wissen, für die Beiden wird nun eine ganz tolle Zeit anbrechen. Vor Rührung und Freude fließt dann bei uns Mitarbeitern auch mal die ein oder andere Freudenträne.

17.11.2015 Noa - ein ganz besondere Geschichte

Kennt ihr sie noch? Die Hündin mit den unterschiedlichen Augen? Die im Juli 2015 fast durch Giftköder, die gezielt in ihr Gehege geworfen wurden, fast gestorben wäre?
Noa ist vor nur wenigen Monaten mit ihren fast 13 Jahren in ihr neues Zuhause gezogen. Weit über ein Jahr hat sie im Tierheim Gießen und davor viele Jahre in einem anderen Tierheim auf dieses Ereignis warten müssen.
Doch dann, eines Tages im August, wurde sie entdeckt.
Mit ihrem neuen Besitzer Markus an ihrer Seite hat sie nun ein tolles Abenteuer erlebt. Dies möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten, denn es ist einfach nur großartig.
Noa und Markus sind gemeinsam auf dem Jacobsweg gewandert! Sie haben viele Nächte gemeinsam im zelt geschlafen, sich ihr Essen geteilt und so manchen Berg bestiegen.
Nach sage und schreibe 2415 km zu Fuß ist die gemeinsame Reise nun zu Ende und sie haben ihr neues Zuhause in Portugal bezogen. Markus plant über die Reise ein Buch zu verfassen. Wir warten schon gespannt auf die Geschichten, die das Buch erzählen wird.

Noa und Markus sind zu einem perfekten Team zusammen gewachsen. Noa orientiert sich sogar so sehr an Markus, dass der einstige Katzenschreck und Hundehasser inzwischen völlig gelassen neben Hunden und Katzen liegt.

Für uns Mitarbeiter des Tierheims ist Noas Geschichte einfach traumhaft.
Wie oft haben wir Interessenten Noa vorgeschlagen und die Antwort erhalten, sie sei zu alt. Wir geben zu, die Wahrscheinlichkeit auf gemeinsame 10 Jahre sind nicht so hoch. Aber die Zeit, die man miteinander hat, ist nie berechenbar.

Wir freuen uns für Noa und Markus, dass sie sich gefunden haben und wünschen ihnen noch viele gemeinsame, glückliche Jahre.

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15.10.2015 Wettlauf gegen den Fuchs

Dass Hunde, Katzen und Kleintiere ausgesetzt werden und somit ihrem Schicksal überlassen werden, das erleben wir nur zu oft.
Dass aber uns Tierheimmitarbeiter (Ehrenamtliche wie Angestellte) ausgesetzte Hühner zwei Tage in Schach halten werden, damit haben wir nicht gerechnet.
Aber tatsächlich wurde am Montag den 12.10.15 ein Huhn mitten im Wald von einer Autofahrerin entdeckt. Als die Tierheimmitarbeiter vor Ort eintrafen, um das "entflogene" Huhn einzufangen, entdeckten sie, dass dort weitere Hühner frei liefen.
Die Mitarbeiter zählten 13 lebende Tiere und ca. 7 tote Hühner bzw. deren Überreste.
Weit und breit befindet sich kein Hof oder Wohnhaus von dem die Hühner stammen könnten. Die Hühner muss daher jemand absichtlich ausgesetzt haben.
Stundenlang versuchten die Mitarbeiter am Montag die lebenden Hühner zwischen Brombeersträuchern, dichten Tannenwald und dornigem Unterholz einzufangen.

Bei sechs Tieren gelang dieses auch, denn sie kamen anfangs noch zum ausgestreuten Futter. Die restlichen Tiere mussten sie daher schweren Herzens erst mal dort zurück lassen, denn sie verkrochen sich so tief im Unterholz, dass ein Einfangen völlig unmöglich war.
Am Dienstagmittag fuhren sie in ihrer Mittagspause gleich wieder hin, um ihr Glück erneut zu probieren. Enttäuscht mussten sie feststellen, dass ihnen wohl der Fuchs zuvor gekommen war.
Ein einziges lebendes Huhn konnten sie zwischen dem Geäst entdecken.
Egal, was die Mitarbeiter auch probierten, das letzte Huhn wollte sich in seiner Panik einfach nicht fangen lassen.
Nach drei Stunden entschieden sie, dass das Warten so keinen Sinn macht und fuhren wieder zum Tierheim, um dort die Tiere zu versorgen.
Das Huhn ließ ihnen aber keine Ruhe und sie fuhren schon eine halbe Stunde später in neuer Besetzung wieder in den Wald.
Sie versuchten das Huhn mit Futter, Hühnergackern vom Band und Wasser zu locken - keine Chance. Sie krochen auf allen Vieren durchs Dickicht, versteckten sich mit Köchern hinter Bäumen, um das Huhn zu überraschen und es so zu fangen - keine Chance.
Als die Dämmerung begann, schien der Wettlauf gegen die Uhr schon fast verloren. Mit einem Handy suchten sie im dunklen die Bäume ab, ob es sich schon irgendwo niedergelassen hatte.
Doch sie fanden nichts. Schlussendlich war der Akku leer und die Suche musste abgebrochen werden.
Als sie gerade fahren wollten, hörten sie es gackern. Sie fuhren langsam mit dem Auto und angeschalteten Fernlicht, den Weg ab und entdeckten das Huhn sitzend auf einem Stück Zaun.
Die Mitarbeiter stellten in einiger Entfernung das Auto ab und pirschten sich langsam an das Huhn an. Als sie kurz vor dem Huhn waren, mussten sie sich ganz langsam und behutsam durch das Gebüsch zum Zaun vortasten.
Das Huhn gackerte immer wieder aufgeregt, da es zwar hörte, dass sich etwas nähert, es aber die Menschen nicht sah (Hühner sehen im Dunkeln ziemlich schlecht). Aber auch die Menschen konnten das Huhn im Dunklen kaum ausmachen, denn das dichte Laub über ihren Köpfen schluckte so ziemlich das ganze Licht. Nun ging es ganz schnell. Ein Griff, ein lautes Gackern und das Huhn war gefangen.
Nun sitzt das letzte Huhn bei seinen Freunden sicher und geschützt im Tierheim.
Nach all den Stunden Arbeit für die Mitarbeiter ist dies für das Huhn (sowie die sechs weiteren) und die Mitarbeiter ein schönes Happy End. – Diese dürfen nun Leben. Und sie danken es uns, indem sie fast täglich uns ein paar frische Eier liefern ;-)

Eine Frage jedoch lässt uns nicht los: Wieso macht sich jemand die Mühe, zwanzig Hühner mitten im Wald auszusetzen?
Waren es lästig gewordene Nutztiere die auf diese Weise entsorgt wurden?
Wäre es nicht einfacher gewesen, sie an einen anderen Bauern weiterzugeben? Oder zumindest in einer Box zu uns ins Tierheim zu bringen? Es hätte uns so viel wertvolle Zeit geschenkt.
Oder wurden sie aus schlechter Haltung heraus gekauft und in die „Freiheit“ entlassen? Dann wäre es eine unüberlegte Aktion gewesen und wäre für die Hühner ein sehr kurzlebiges Geschenk.
Das Aussetzen eines Tieres ist eine Straftat, egal ob Nutz- oder Haustier.
Ein domestiziertes Tier hat in freier Natur keine Überlebenschance! Das mussten auch die dreizehn Hühner feststellen, welchen wir leider nicht mehr helfen konnten.

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10.10.2015 FIBI

Das Leben kann zwar manchmal bitter sein, hat aber gepaart mit den süßen Seiten eine ganz besondere Mischung.
Keine 24 Stunden, nachdem wir die fast 15 Jahre alte Fibi (ehemals Luna) aufgrund des Todes ihrer Besitzerin wieder zu uns nahmen, zog sie auch schon in ihr neues Zuhause.
Sie hat das große Los gezogen und darf in einer Familie mit weiteren Hundesenioren leben. Sie schläft nach der ganzen Aufregung viel, lässt sich genüsslich kraulen und hat auch schon einige Spielaufforderungen gemacht.
Wir sind so glücklich, dass Fibi nicht lange warten musste und nun wieder ein liebevolles Heim gefunden hat.
Gerade unsere alten Hunde haben es so schwer, das Tierheim wieder zu verlassen, denn viele Menschen scheuen sich, einen Senior zu sich zu nehmen, da die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich schon bald wieder trennen müssen, nicht gerade gering sind.
Um so toller ist es, dass sich einige Menschen gerade diesen Senioren angenommen haben und ihnen ein Zuhause auf Lebenszeit geben, bevor sie dann, in hoffentlich weiter Ferne, den geliebten Vierbeiner in liebenden Armen gehen lassen müssen.


21.7.2015

Gift- und Nagelköder in Gießen Wieseck und bei uns im Tierheim Gießen

6000.- Belohnung !

8.10.2015
Leid und Freude im Tierschutz

Wir Mitarbeiter im Tierheim werden manchmal gefragt, wie wir das ganze Leid, was wir immer wieder erleben, nur aushalten ohne daran zu zerbrechen.
Und tatsächlich sind wir manchmal wirklich fassungslos, wütend und traurig, über manche Schicksale unserer Tiere. Und auch wir, die öfter damit konfrontiert sind, stecken das nicht immer einfach so weg.
Und so erging es uns auch bei der Geschichte von Rottweiler Toni.
Ursprünglich kam er durch eine Beschlagnahmung aus schlechter Haltung ins Tierheim. Zwar hatte er es sicher im Tierheim besser als in seinem damaligen Zuhause, aber wir wussten, dass es nicht einfach werden würde, für den Listenhund ein Zuhause zu finden.
Umso glücklicher waren wir, als sich dann doch jemand meldete und Toni auch wirklich zu sich nahm.

Und nun, ein paar Jahre später, gab sie ihn wieder ab. Es war ein jüngerer Rottweiler zu ihr gezogen, der Toni nun nicht mehr akzeptierte. Sie entschied sich daher, dass Toni zurück ins Tierheim musste.
Und so landete nun der inzwischen 11 Jahre alte Senior wieder im Tierheim und verstand die Welt nicht mehr.
Für uns war klar, ihn einmal gut zu vermitteln, dass war schon Glück. Aber er war damals noch deutlich jünger und fitter. Die Wahrscheinlichkeit, schnell einen guten Platz zu finden, lief gegen Null.
Und Toni lief die Zeit davon...
Wir bekamen, entgegen unserer Erwartungen, doch ein paar Anfragen. Aber leider passte es bei all diesen nicht. Eine sehr nette Interessentin jedoch, die ihn leider aufgrund seiner Abneigung gegenüber Katzen nicht nehmen konnte, half uns bei der Suche nach Tonis Glück.
Und tatsächlich – sie hat das Glück gefunden! Danke Melanie!
Toni ist heute in seine neue Familie gezogen. Er wird nun seine restliche Zeit mit zwei weiteren Rottis auf einem Pferdehof leben, auf dem noch ein paar weitere Tierschutztiere ein Zuhause gefunden haben. Wir hoffen, dass er dort noch eine ganz lange, glückliche Zeit mit seinen Menschen und seinen vierbeinigen Kumpels hat.
Tonis Auszug ist eine der Erfolgsgeschichten, die uns Mitarbeitern die Kraft gibt, nicht an den negativen Aspekten im Tierschutz zu verzweifeln.
Denn egal, welches Schicksal unsere Tiere auch erleiden mussten, wir haben die Möglichkeit, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben und diese Tiere glücklich zu machen.



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Liebe Tierfreunde,

zunächst möchten wir ein ganz großes DANKESCHÖN an dieser Stelle sagen, für die unglaubliche Unterstützung aus der Bevölkerung!
Was war passiert?
Seit 3 Wochen treibt ein offensichtlicher Hundehasser in Gießen-Wieseck sein Unwesen.
Es fing beim Sportplatz mit Rattengiftködern an, setzte sich an der neuen Teichanlage fort, einige Tage später auf dem viel genutzten Asphaltweg zwischen alter Mühle und Tierheim, kurz darauf im Waldweg Hangelstein, rechts des griech. Restaurants "Irodion" und schließlich fanden wir gestern morgen Hundeleckerlies mit Nägeln bespickt in einem unserer Hundeausläufe.
3 Hunde, Kira, Noa und Caruso hatten schon ein paar der Köder gefressen, als unsere Tierpfleger sie dabei "erwischten".
Unsere Tierärztin kam sofort und spritze ihnen ein starkes Brechmittel. Wenige Minuten später erbrachen sie sich und mindestens 10 Nägel pro Hund fanden wir in der hochgewürgten Masse...

Zwar ging es der 12 Jahre alten Noa noch viele Stunden furchtbar schlecht und wir hatten Angst, dass ihr Kreislauf versagt, aber heute ist sie wieder fit und munter, ebenso wir Caruso und Kira.
Heute ging es im Tierheim zu wie in einem Bienenkorb... Presse und Fernsehen gaben sich fast die Klinke in die Hand.
Eine Überwachungsanlage wurde installiert, danke an Elektrotechnik DEUSTER, die so schnell und engagiert bei der Sache waren.

Viele Spenden für die Finanzierung der Videoanlage und der Belohnung gingen ein. Unendlich viele Menschen die uns ihr Mitgefühl entgegenbrachten und Mut zusprachen.
Und wir können dank einiger großartigen Unterstützer die

Belohnung auf
6000 Euro erhöhen!!!


Wir können nicht ALLE Facebookeinträge und emails beantworten, weil wir gerade sehr viel Zeit in die Kontrolle der Ausläufe invenstieren müssen, einige Hunde benötigen noch Maulkorbtraining und das Telefon steht nicht still...
Deshalb an dieser Stelle...
DANKE für Eure Unterstützung!!!
Es tut gut...


Herzliche Grüße,
Euer Tierheim-Team

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Juni 2015
Hilfe, auch für Winzlinge
Manchmal muss man einfach alles liegen lassen...

Wer im Tierschutz aktiv ist weiß, der durchgeplante Tag verläuft meist nicht nach Plan. Irgendetwas kommt immer dazwischen. Das spüren auch die Mitarbeiter. Pünktlich Feierabend machen oder die komplette Mittagspause für sich haben, das gelingt selten. Aber was macht man nicht alles für das liebe Tier „wink“-Emoticon
Heute traf das Ungeplante in Form eines kleines Mäuschens ins Tierheim. Selbstverständlich, dass wir auch diesem Winzling helfen.
Das Füttern und Massieren ist bei so kleinen Tieren gar nicht so einfach. Doch das Mäuschen trank und so unterbrach unsere Geschäftsführerin gerne stündlich ihre Arbeit, um dem Kleinnager die Milch zu reichen.
Uns war bewusst, dass es sehr schwer würde, ein so kleines Lebewesen durch zu bekommen, denn wir hatten ja auch schon Erfahrungen mit Mäusen, Ratten und Co sammeln können.
Leider war uns das Glück nicht hold. Heute abend hörte das Mäuschen auf zu Trinken und starb kurz darauf in der wärmenden Hand.


Schade, dass wir ihr nicht helfen konnten...

Mai 2015
Ein Stückchen Hollywood im Tierheim Gießen

Es gibt Geschichten, die in Hollywood geschrieben sein könnten und doch finden sie in mitten unseres Lebens statt. Und so verschaffte uns eine alte Hündin und ihre Geschichte heute eine Gänsehaut. Und das Gänsehautfeeling würden wir gerne mit euch teilen.

Eines Tages in 2012 wurde eine ältere Schäferhund-Mix-Hündin in der Nähe des Tierheims Gießen gefunden und zu uns gebracht. Ihr Zähne waren abgenutzt, ihr Fell stumpf. Sie war weder gechipt noch tätowiert und ein Besitzer meldete sich nicht.
Wir tauften die hübsche Dame Elicia.

Es dauerte eine Weile, aber dann fand Elicia ein tolles Zuhause. Sie bekam dort den Namen Rana und und hatte ein glückliches Leben.

Monate später meldete sich eine Frau im Tierheim. Sie hatte Elicia auf unserer Homepage entdeckt und sofort in ihr ihre Laika erkannt, die ihr vor einiger Zeit gestohlen worden war. Sie hätte Elicia gerne wieder zu sich genommen, denn sie liebte ihre Hündin, die sie aus nicht einfachen Verhältnissen befreit hatte. Weil sie aber der Hündin nicht nochmal den Verlust ihres Zuhauses zumuten wollte, entschloss sie sich schweren Herzens, Rana nicht wieder aus der Familie zu reißen.

Vor einigen Wochen kam Rana zurück ins Tierheim. Ihre neue Familie musste sich von ihr trennen, da sie sich gesundheitlich nicht mehr um Rana kümmern konnten. Wir erinnerten uns sofort an ihre alte Besitzerin und wollten sie gleich kontaktieren. Doch dies ging nicht. Wir hatten keine Telefonummer, keine Email und auch den Namen wussten wir nach de Zeit nicht mehr.
Wir schalteten eine Anzeige auf unserer Homepage und auf Facebook und versuchten das Unmögliche.

Nun, viele Wochen später hat sie sich gemeldet. Sie hatte Rana wieder auf unserer Homepage entdeckt.

Heute war der große Tag - Rana traf ihre alte Besitzerin.
Vier Jahre sind vergangen, dass sie sich das letzte Mal sahen. Und wer jetzt glaubt, nach der Zeit haben Hunde vergessen, der irrt. Es dauerte nur Sekunden, da war klar - zwischen den beiden gibt es ein Band, welches nie gerissen war.

Heute zog Rana/Elicia/Laika aus dem Tierheim aus. Sie ist endlich wieder zuhause.


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April 2015
Ein Sechser im Lotto...

Während wir an einer anderen Stelle noch auf ein Happy End für eine Katzenfamilie hoffen, hat es sich für einen Teil des "J-Wurfes" schon erfüllt.
Im Februar wurden 11 in "freier Wildbahn" geborene Katzenbabys zu uns gebracht. Alle hatten einen denkbar schlechten Start ins Leben erwischt. Sie hatten die üblichen lästigen Mitbewohner (und davon ganz schön viele) sowie eine dicke Erkältung. Als diese nach eingen Behandlungen überstanden war, duften alle ein gemeinsames Kinderzimmer beziehen. Alle haben von Anfang an sehr aneinander gehangen!
Leider hatte eine Kätzin auch eine Pilzerkrankung mitgebracht, welche durch den Umzug ausbrach... Da dieser hoch ansteckend ist, war nach 2 Tagen trotz Trennung die ganze Familie betroffen.
Wer schon einmal versucht hat, halb wilde Katzenkinder zu zähmen, der weiß, dass dazu vor allem Geduld und Ruhe nötig sind. Was die schüchternen Zwerge eigentlich gar nicht gebrauchen können, sind tägliche Vollbäder, gründliche Fell- bzw. Hautkontrollen und mehrmals tägliche Medikamentengabe... Nur leider blieb uns keine andere Wahl. Mit viel harter Arbeit und penibler Hygiene waren aber alle Jungkatzen nach einigen Wochen gesund geworden.
Einige hatten nun allerdings schlechte Erwartungen in Verbindung mit Zweibeinern, was ja nach all den Behandlungen nicht verwunderlich ist. Wir wussten, dass es sehr schwer werden würde, für die Kleinen ein neues Zuhause zu finden. Andererseits war ein eigenes Zuhause aber umso wichtiger, da wir vermuteten, dass das Immunsystem der Kinder im Moment stark angeschlagen war. Sie brauchten dringend die Geborgenheit einer eigenen Familie und vor allem Ruhe.
Oft haben wir die Kitten vorgestellt - niemand wollte sie... Denn sie zogen sich lieber vor Fremden zurück als ihnen lustig um die Beine zu tollen.
Um weiteren Stress zu vermeiden hatten wir außerdem die Gruppe in zwei Teile getrennt.
An einem ganz gewöhnlichen Mittwoch spazierte dann der wohl größte Traum eines jeden Tierheimmitarbeiters durch unsere Tür: Ein junges Paar meldete sich im Büro, sie suchen eine Katze. Am liebsten würden sie die mitnehmen, die schon lange im Tierheim sei und schlechte Chancen auf eine Vermittlung habe. Nach einem kurzen Gespräch stand fest: Es gibt in einem großem Haus zwei eigene Katzenzimmer, eine große Außenvoliere und sogar die Möglichkeit auf Freigang, wenn die Katze das denn möchte, einer ist immer Zuhause, da vier Erwachsenen, die alle Katzenerfahrung haben im Haus leben - kurzum ein Katzenparadies. Wir zeigten natürlich die Langzeitnasen... Aber eben auch die beiden Zwergengruppen in ihren Zimmern. Es dürften auch zwei sein - kein Problem. Die beiden "Wahlkatzen" sollten nochmal dem Tierarzt vorgestellt und dann abgeholt werden. Eine Woche später zur Abholung aber das Wunder: Man habe sich überlegt, dass man unmöglich für eine weitere Trennung der Familie sorgen wolle. Die Entscheidung alle fünf scheuen Katzenkinder zu übernehmen war gemeinschaftlich getroffen und für gut befunden worden. Wir waren verblüfft aber überglücklich!
Heute - zwei Wochen nach dem Auszug der Kleinen - haben wir bereits die ersten Bilder des Quintetts aus dem neuen Zuhause erhalten und es bestätigt sich, was viele kaum glauben mögen: Es bedurfte nur etwas Zeit und einer Tube Käsepaste und schon schlafen zwei der fünf Wilden mit auf dem Sofa. Alle fünf betteln bereits um Leckerchen und spielen mit ihren Zweibeinern. Bis auf eine Katzendame finden alle langsam gefallen an Streicheleinheiten „smile“-Emoticon
Wir danken der neuen Familie so sehr für die Adoption dieser fünf Katzenteenies - ihr Leben kann nun richtig beginnen



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7.9.2014
Unser Richtfest im September

Am vergangenen Sonntag war nun endlich der „große Tag“ für Mensch und Tier!
Das Richtfest für den großen Neubau – 2. Bauabschnitt Hundehaus   im Gießener Tierheim – wurde mit einem großen Festakt begangen.
Nach 3 Tagen unermüdlichen Räumens, Putzens, Schleppens, Schmückens, Vorbereitens wurde tatsächlich eine Baustelle in eine Wohnung verzaubert: alles besenrein, keine Maschinen, Eimer, Kabel und Baugeräte mehr,  alles picobello! Und mit Möbeln ausgestattet.


Und die Sonne hatte auch ein Einsehen: obwohl alles mit Zelten und Dächern Wasserfest gemacht worden war und im Felle des Regens den Schmuck des Hauses geschützt hätte war es natürlich so NOCH schöner!
Alle kamen, auch wenn es kein richtiges Sommerfest war, aber ein großes Fest! Alles klappte perfekt!
Frau Rethorn „taufte“ das neue Haus mit einem heftigen Schwung rückwärts (es schien als sei es doch eher Wasser(?))
Es gab zu Essen und zu trinken (besagten leckeren Sekt), aber auch vieles andere, Kaffee und Kuchen, köstliche Ofenkartoffeln und Luganer Würstchen…
So wurde die gute Stimmung schnell richtig fröhlich, denn viele kamen von nah und fern, ganze Familien, Hunden, die neugierig waren oder dem Tierheim gute Wünsche mitbrachten.
Liebevoll und witzig war der Neubau dekoriert, um den Interessenten zu zeigen, wofür diese Zimmer in der Zukunft dienen werden und so mancher Lacher ertönte, wenn z.B. der „ Wellnesstempel-Waschraum“  für Hunde mit Kerzen in schummriges Licht getaucht, mit Rosenblättern in duftender Wanne so manche lustige Vorstellung aufleben ließ. Mancher glaubte sogar im ersten Moment daran……
Die zukünftigen Hundezimmer waren mit Teppichen, Körbchen, Spielzeug und Plüschhund dekoriert!
Mitarbeiterküche mit Tischen und Stühlen und Hundeküche mit Näpfen, Futter und Herd  ausgestattet.
Der große Seminarraum ermöglicht später z.B. Mitgliederversammlungen in eigenen Räumen zu veranstalten, Seminare durchzuführen, Schulungen und Sitzungen, Teamtreffen  und Gesprächsrunden, vielleicht sogar Ausstellungen.
Astrid Paparone, unsere langjährigen Hundetrainerin, stellte Hunde vor, neue gekommene, die erst mit dem Lernen beginnen, Fortgeschrittene mit Hundebegleiter, und sogar längst vermittelte Hunde (wie z.B. unser Herbert) und man konnte staunen, welches wunderbbare Team Frauchen/Herrchen und Hund im Alltag geworden ist!
Danke, Astrid! Danke den Hundebegleitern!
Nachdem nun das „normale Wahnsinn des Tierheimalltags“ wieder eingekehrt ist wird weiter ge“baut“: Stromkabel, Heizungsleitungen, Außenanlagen, und irgendwann Putz, Türen und Fenster, Gitter und der letzte noch fehlende Raum!

Wir- der Vorstand -  danken den vielen fröhlichen Helfern und Unterstützern, all den Freunden des Tierheims Gießen, die uns bis hierher unterstützt haben! Besonders  sind unsere Mitarbeiter zu loben und, die ohne zu murren neben der Versorgung der vierbeinigen regulären Bewohner her (!) in endlosen Überstunden schafften, schleppten und schrubbten was das Zeug hielt.
Danke euch allen! Und so hoffen wir Weihnachten einziehen zu dürfen?
Ein ehrgeiziges Ziel!

8.3.2014
Vorbereitungen für den Abriss des alten maroden Hundehauses….

….sind schon seit einigen Wochen zu beobachten. Eine gewisse „Unruhe“ im Tierheim, „wandernde“ Gitter, die auf seltsame Weise von einer Ecke in den neu erstellten Carport gelangen, schwitzende Gestalten, die sägen, Steine und Platten schleppen, Erde umgraben und  Leitungen verfolgen.
Was ist denn jetzt schon wieder los?
Am vergangenen Samstag ging es wieder „richtig zur Sache“: Ehrenamtliche Helfer, Hundebegleiter, unser „Dream-Team“,  auch Mitarbeiter und Vorstand schoben mit Platten beladene Schubkarren herum, im Hundehaus wurden mit großem Lärm die restlichen Gitter abgeschnitten, Platten abgehoben, Leitungen entfernt,  Wände umgelagert und viele Dinge mehr.

Der Abbruch der Hundehauses, ein marodes,  uraltes Gebäude ist doch erst für den  31. März anvisiert!  Bagger sind noch nicht zu sehen.

Aber alle Helfer wollen gern mit anpacken, Teile, die noch verwendbar sind für Außenanlagen schon abzumontieren, um sie vorzubehandeln oder einfach nur aufzuheben. Alles was noch verwendbar erscheint wird „gerettet“. Vieles kann man auch am neuen Gebäude Ende diesen Jahres noch verwenden.
Und Spaß macht es obendrein: ein großer Tisch mit allem, was das Herz begehrt, um verbrauchte Reserven wieder aufzufüllen : diverse Kuchen, natürlich liebevoll selbst gebacken, Süßigkeiten, aber auch Deftiges, für jeden Geschmack etwas dabei.
Natürlich wird gefachsimpelt, alles neckt sich, es wird auch viel gelacht und erzählt. Irgendwann sind alle kaputt, müde und einfach fertig. Schubkarren sind schwer und viele Arme nicht trainiert Es muss dann auch Schluss sein, der Muskelkater wird ab morgen sicher alle begleiten!
Die Tiere müssen ja normal versorgt werden, die Öffnungszeit naht.
Die Hunde  sind heute auch müder als normal: das „Fernsehprogramm“ war heute spannend für sie und alle Zweibeiner im Visier: diese Geräusche (Stöhnen, Keuchen, Japsen, Rufen…) sind sie ja normalerweise nicht von den Zweibeinern gewohnt! Sie saßen in dem herrlichen Sonnenschein auf den Hütten in den Freiläufen und kommentierten, was sich da draußen tat.
Herzlichen Dank an alle fleißigen Helfer! Weitere Helfer sind immer gern gesehen.

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11.01.2014
Wenn einer eine Reise tut...

Die Anrufe verzweifelter Tierhalter, die ihr Tier suchen, gehört zum Alltag eines jeden Tierheims. Auch im Tierheim Gießen erhalten die Mitarbeiter täglich besorgte Anrufe und Mails.
So freut es die Mitarbeiter immer wieder besonders, wenn sie ein Tier zurück in die Arme der Besitzer vermitteln können. Dies ist aber oftmals nicht einfach, denn diewenigsten Tiere besitzen einen Chip und sind bei Tasso registriert.
Wie wichtig aber genau so in Chip ist, zeigte sicham vergangenen Samstag.
Eine junge Frau erschien im Büro des Tierheims, da in der Garage ihrer Vermieter einefremde, unbekannte Katze saß. Die Katzenfreundin fing den kleinen Stubentiger sofort ein und brachte ihn ins Tierheim.
Direkt, nachdem die Fundtiermeldung aufgenommen war, wurde geschaut, ob die Katze gechipt ist. Und ja, sie hatte einen Chip. Nun galt es nur noch herauszufinden, ob die Samtpfote auch bei Tasso registriert ist. „Enya, vermisst seit 4.12.2013 aus Wöllstadt“ wiederholte die verdatterte Mitarbeiterin am Telefon. Nun ging alles ganz schnell. 45 Minuten später war Enyas Familie dann im Tierheim. Überglücklich konnten sie die Ausreißerin in ihre Arme schließen.
Ob Enya den 50 km langen Weg zu Fuß zurück gelegt hat oder ob sie als blinder Passagier in einem Auto gereist ist, hat sie uns nicht erzählt.
Wir wissen aber, dass sie wohl ungechipt und unregistriert nicht mehr nach Hause gefunden hätte.

04.01.2014
Ein neues Spielzeug

Das Leben im Tierheim ist oft öde und langweilig - so denken wir.
Unsere Katzen hingegen haben derzeit viel Spaß, denn sie haben ein neues Spielzeug.
Dieses gespendete Elektronikspielzeug ist der Anziehungsmagnet der ganzen Jungkatzenschar. Und auch die älteren Semester haben Gefallen daran gefunden.
Leider hat das Spielzeug entscheidende Nachteile: unser Batterienvorrat schwindet merklich.
Und was noch viel schlimmer ist: was wird wohl passieren, wenn das geliebte Spielzeug kaputt gehen sollte?
Daher fragen wir Sie:
Haben Sie noch so ein Wunderwerk der Technik bei Ihnen liegen und würden Sie uns das spendieren?


20.11.2013,
Mutwillige Schäden auf dem Tierheimgelände
(Hunde dürfen nicht mehr auf ihre Wiese…)

Am vergangenen Montag machte sich offensichtlich jemand an der Einzäunung des Hundefreilaufs im Gießener Tierheim zu schaffen. Der Zaun, der die große Wiese sichert, wurde zerschnitten. Dort dürfen die Hunde frei laufen, toben  und spielen. Dort wird mit ihnen gearbeitet. An vielen Stellen rundherum von oben nach unten mit einem Werkzeug und damit zerstört. (s. Bild)
Ein „Dummejungen-Streich“, gezielte Schikane oder Tierhasser? Den Tierheimmitarbeitern ist es egal, sie interessieren sich nicht für die Motive. Alle sind erleichtert, dass der Schaden noch rechtzeitig entdeckt wurde, bevor sich ein Tier dort verletzen konnte oder auf die Straße entflohen ist: Verstehen kann das niemand!
Der Schaden betragt ca. 2000,-€, eine Anzeige wurde bei der Polizei abgegeben. Mit Hunden wurde die Umgebung nach Giftködern durchsucht, natürlich zur Sicherheit mit Maulkorb, um die Tiere nicht zu gefährden. Wer sollte denn durch diesen mutwilligen Vandalismus getroffen werden?
Sicher ist nur, dass vorerst die Tiere dort auf ihren Freilauf, ihr Training, ihre Abwechslung vom langen Tierheimtag in Zwingern, für einige Zeit verzichten

müssen! Wem macht es denn Spaß, den Tieren auch noch diese Freude zu nehmen?
Der finanzielle Schaden ist für uns nur schwer zu tragen. Für überflüssige Ausgaben haben gerade in der aktuell schwierigen Zeit Einrichtungen, die sich durch  Spenden finanzieren, absolut keine Mittel bereitstehen.
Hanna-Maria Rethorn, 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Gießen u. Umgeb. schüttelt den Kopf: „wer kann denn ein Interesse haben, den Hunden und ihren Betreuern diese Freude zu nehmen? Sie sitzen ja lange genug in ihren Zwingern  und freuen sich, wenn sie endlich toben dürfen.“ Der Vorstand ist ratlos. „Vielleicht können ja einige freundliche Menschen uns unterstützen, den Zaun wieder zu erneuern?“, sinniert Katja Kastl, Geschäftsführerin im Tierheim.  „Es wäre uns eine große Hilfe und zeigt vielleicht dem /den Täter(n), dass es Menschen gibt, die ein solches unsinniges Verhalten  als verabscheuungswürdig empfinden.“
Vielleicht haben aber auch Spaziergänger in der Nähe des Tierheims am Montag auffällige Beobachtungen gemacht, die uns helfen könnten, den Täter zu finden. Telefon 0641 52251
Unsere Kontonummer: IBAN: DE76 51350025 0200 505424  ; BIC: SKGIDE5F

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29.9.2013, Tag der offenen Tür zum Welttierschutztag
„Schwassmanns Garten“: ein Katzenparadies

Nur 4 Wochen nach dem großen Tierheim-Sommerfest Ende August gibt es schon wieder einen Grund zu feiern: bei strahlendem Sonnenschein wurde am 29. September der „Tag der offenen Tür“ begangen.
Die Wiedereröffnung des Katzenfreilaufs, der im Frühjahr endgültig durch Wetterfolgen zerstört worden waren, barg die Gefahr, dass Tiere durch die Spalten der sich auftuenden Gitter die Freiheit suchen könnten. Wie ein  Geschenk des Himmels kam das Vermächtnis einer verstorbenen Katzenfreundin als Hilfe zur Finanzierung der Anlage. Ingeborg Schwassmann war eine engagierte Katzenfreundin und stand dem Tierheim  Gießen zu Lebzeiten sehr nahe.  Aus Dankbarkeit für diese Treue wurde die neue Anlage jetzt „Schwassmanns Garten“ getauft und damit eingeweiht. Den Katzen war das ziemlich egal, aber sie nutzten die Gelegenheit, sich in den neuen Schaukeln, Hängebrücken, umgedrehten Tischen, Häuschen und verschiedenen Pflanzen herumzutreiben und sich dabei die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen.
Groß und Klein strömten herbei um sich die neue Anlage anzuschauen. Wegen eines Krankheitsfalles einiger Katzen konnte das Gelände allerdings leider nur von außen betrachtet werden.
Ein 2. Grund für die Organisation des Festes bestand in der Spendenüberreichung der SWG  (Stadtwerke). Sieglinde Römer übergab der 1. Vorsitzenden Hanna -Maria Rethorn zusammen mit Katja Kastl, Geschäftsführerin, eine Spende aus der Aktion „75 Gute-Taten“ in Höhe von 2.000,-€. Auch dieses Geld wird natürlich zur Finanzierung des Gartens genutzt. Das Tierheim-Team bedankt sich sehr dafür.
Mit leckerem Käsesüppchen und einer Sektbar wurden die Gäste begrüßt und bei Laune gehalten. Sie genossen sichtlich den Aufenthalt in den neuen Stühlen und Tischen des Tierheimhofes  und nutzten die Zeit zu informativen Gesprächen.


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15.7. Lieselchen...
(mn) Meine kleine Liesel, nun bekommst du auch eine eigene Geschichte.
Liesel, welcher Hundebegleiter kennt dich nicht? Du wolltest mit niemandem mitgehen. Wer dich ausführen wollte, scheiterte spätestens in dem Moment, als du bemerktest, dass es nicht in dein Körbchen ging.
Einige haben es mit dir versucht, du wurdest auch mal einfach hinterhergeschleift. Bald bist du schon in der Hundehütte verschwunden, wenn du deine Leine gesehen hast.
Sicher trägt auch deine Krankheit dazu bei, dass du nicht so fit bist wie die anderen Hunde im Tierheim...
Ich wollte mich eigentlich um deine Zimmerkollegin kümmern, musste aber dann doch jedes Mal bei dir sitzen und dich kurz kraulen. Und nach einigen Tagen war mir klar: Liesel muss es sein!
Also bin ich am nächsten Tag zuerst mit deiner Kollegin Gassi gegangen und danach habe ich mir dich einfach geschnappt. Du wolltest tatsächlich ein Stücklein mitgehen, aber nur bis in den Hof des Tierheims. Dann kam das Übliche: Beine steif in den Boden rammen und keinen Zentimeter mehr bewegen.

Mit ein wenig Stolz muss ich aber sagen: ich habe dich überlistet! Wir haben den Hof nämlich mit Bestechung durchquert: 2 Meter laufen, kraulen, 2 Meter laufen, kraulen...

Und dann standen wir vor der Tür! Du schautest ganz erstaunt, bist aber ganz entspannt mit gekommen bis zum Parkplatz. Unterwegs durftest du schnüffeln so viel du wolltest, und natürlich haben wir immer wieder kurze „Kraul-Pausen“ eingelegt.
Ich war mächtig stolz auf dich, und wir haben es dann für diesen Tag auch genug sein lassen.
Am nächsten Tag habe ich dich dann bis zur Hauptstraße getragen (so geht es einfach schneller...) und wir sind zusammen in den Wald spaziert. Und siehe da: plötzlich ging dein Schwänzlein in die Höhe, die Nase auf den Boden – du warst ein ganz anderer Hund! Sogar die Ohren hast du gespitzt, wenn etwas im Gebüsch raschelte, und die Schafe am Wegesrand wolltest du glatt fressen – jedenfalls warst du kurzzeitig nicht zu bremsen.
Seit dem sind wir jeden Tag im Wald gewesen, oft sogar ganze 2 Stunden lang. Wir haben öfter Pausen gemacht und sind schön gemütlich im „Liesel-Takt“ daher spaziert .
Wir haben uns sogar mit anderen Hundebegleitern verabredet und haben mit 4 anderen Hunden zusammen den Wald erkundet. Diese Spaziergänge haben dir sehr gut gefallen, du bist manchmal sogar schneller gewesen als der Rest des „Rudels“.
Danach gab es dann für dich immer in „deiner“ Futterküche ein ordentliches Mittag- oder Abendessen.
Du hast ein Herz wie Trudi, die alte Hündin, die vor Kurzem bei uns im Tierheim war. Wie sie hast du eine Engelsgeduld mit Menschen und Welpen. Du begrüßt jeden freundlich wedelnd, der in deine Nähe kommt, und von jedem willst du gekrault werden.
Nun bekommst du bald einen Gnadenplatz, wo du den Rest deines hoffentlich noch langen und gesunden Lebens verbringen darfst. Meine Stunden mit dir sind schon gezählt, aber sei dir sicher: ich werde dich nie vergessen!

Lieselchen, du bist die Beste, ein süßer, kuscheliger Goldschatz!
Lass es dir gutgehen, wo immer du bist!

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2.6.2013, große Hundewanderung

Bei absolutem Kaiserwetter (eigentlich hätte unsere große Hundewanderung vergangenen Sonntag starten sollen... aber das wäre absolut ins kalte Wasser gefallen) fanden sich viele unserer Hundebegleiter, aber auch ehremantliche Helfer  - kurz - viele Freunde des Tierheims Gießen morgens um 10 Uhr im Tierheim ein. Alle Jahre wieder organisiert Astrid Paparone diese große Hunderunde und in diesem Sommer ging es  - mit sehr großer Beteiligung übrigens - dann gemeinsam in den schattigen Hangelstein. Erlebt man es draußen doch des öfteren, dass schon bei 2 Hunden an der Leine die Fetzen fliegen, so konnten erstaunte Spaziergänger ca. Hunde, die alle ganz friedlich durch den Wald marschierten, erleben...


Zwar ging es auch mal auf Tische und Bänke (siehe Bilder), aber das diente nur zu Übungszwecken.
Flokati hätte sich am liebsten seines Teppichs entledigt und Jack fand seinen Mailkorb wirklich überflüssig... (wir nicht!)
Jule hatte ein wenig mit der Hitze zu kämpfen aber nach kleiner Pause war alles wieder gut...
Anschließend emfing uns bereits ein köstlicher Duft, Sara Becker hatte bereits den Grill angeworfen und die vielen vielen Salate zu einem Buffet zurechtgezaubert. Natürlich kam unser Fleisch aus artgerechter Haltung ;-)
Es war ein rundum gelungener Sonntag, da waren sich wirklich ALLE einig.
Vielen Dank nochmal von unserer Seite für die vielen vielen Köstlichkeiten (Sara - dein Himbeertraummmmmmmm) und Kirstens Schokotarte - sie gab uns den Rest!
Also, bis zum nächsten Mal bei unserer großen Hundewanderung, wir versuchen auch im Herbst wieder eine auf die Beine zu stellen!


31.5.2013
Ein großes, ungewöhnliches, orangenes, neues „Tier“ ist im Katzenhaus des Tierheims Gießen heute eingezogen

(aah) Ja, komisch schaut es aus! Riesig und mit einem seltsamen Vorderteil. Ein Bagger! Im Katzenhaus? Und wo sind die Mietzen?
Die sitzen hinter der Scheibe in ihrem warmen Haus und schauen zu.
Naja, traurig sind sie schon, können sie doch für ein paar Tage nicht nach draußen in ihr Freigehege…. Aber es sind ja im Augenblick nicht so viele Tiger dort, so dass man sich trotzdem aus dem Weg gehen kann. Und das Wetter tut sein Übriges.

So schön groß und schattig die Bäume im Freigehege auch waren: sie sind überdimensional gewachsen und haben alles unter sich eingeschlossen!
So wurden sie vor einiger Zeit stark reduziert und gestutzt. Aber die Wurzeln...!
Bei dem herrlichen Regen des Frühjahrs  – aus der Sicht der Pflanzen – wuchsen und gediehen die Wurzeln ins Unermessliche. Sie krochen zwischen und unter den Platten hindurch, vergrößerten sich, drückten Katzenwohnungen, Beläge und Kletterstangen in die Höhe, schief und krumm! Der Boden bäumte sich auf und plötzlich begann das Gittergerüst sich zu verziehen! Öffnungen brachen auf und es bestand die Gefahr die Katzen nach draußen zu verlieren!
Kurzerhand wurde unsere altbekannte Kolonne der Fa. Hubert Scheja aktiviert und stand schon am nächsten Tag mit Bagger im Katzenfreilauf.
Dort werden nun die Wurzeln entfernt, die Gitter fixiert und ein neuer Bodenbelag angebracht.
Es dauert sicher einige Tage, aber es wird im Sinne von Frau Schwassmann sein, die uns nach ihrem Tod einen größeren Geldbetrag hat zukommen lassen. Als Katzenliebhaberin würde sie sich sicher über den Einsatz des Geldes freuen!
Wir danken ihr, denn unsere Katzen brauchen diese Reparatur ihres kleinen Paradieses unbedingt!

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26.5.2013
Eine heimliche "Liebe"...

(bm) Es war Freitag,der 17.05. um 9Uhr morgens, schwarze Wolken über Trohe und kein normaler Familienvater hätte auch nur eine Minute über das Thema "Rasen mähen" nachgedacht.Viel zu nass, Dauerregen gemeldet u.s.w. Es war aber auch mein erster Urlaubstag und der Stress der letzten Wochen wollte abgebaut werden. Also was macht man ( FRAU )??? Man fährt ins Giessner TH und mäht die grosse Hundewiese! Aktionsplatz unserer Hundetrainerin Astrid Paparone, Spielplatz einiger Hundebegleiter. Es gab nur ein klitzekleines Problem.

Ich hatte noch nie einen Rasenmäher bedient. Als ich meine Absicht bei den Mitarbeitern kundtat, bekam ich eine klare Ansage! "Einweisung des Mähers nur durch den dienstältesten Herrn - Reinold Thomas." Man hätte die darauf folgende Ansage auch " Einsegnung" nennen können. Das schlimmste für mich war seine Aussage: Das ist Männerarbeit!!!.
Als Hr.Thomas merkte, dass ich nicht locker ließ, senkte er seinen Blick, seuftzte und ging mit äusserst besorgter Miene richtung Rasenmäher. Kurz vor Erreichen des Zielobjekts schaute er mich an, sein Blick sowas von......so..., als er schon fast zärtlich über den alten Mäher strich, wusste ich sofort was los war. LIEBE !!!
Die weniger emotionalen unter Ihnen, liebe Leserinnen, können es auch Symbiose nennen. Männer die diese Zeilen lesen, wissen sofort über den Gemütszustand bescheid." Du musst nicht alles mähen, bis da vorne reicht es !" sagte er. Andächtig wie ein Brautvater ging Hr.Thomas voran. Er erklärte mir mit einer Engelsgeduld die Eigenheiten seines Schatzes. Ich schwor auf meine Familie und meinen Hund ganz vorsichtig zu sein und eins war klar:wenn ich das Teil schrotte, danngibt es kein Verzeihen . Kein Dauerabo bei dem besten Wiesecker Metzger über Mettbrötchen lebendslang hätten das wieder gut machen können. Die andere Seite : ich bin 39 jahre und Handwerkerin - also " Alleweil", dachte ich und zog den Gaszug. " Pfeiffedeckel " sagt der Hesse. Nix tat sich. Un noche mal....Nix!
Hr.Reinold rufen? Niemals! Hundebegleiterinnen haben auch ihren Stolz. In so einem Moment denkt man einfach an seine letzte Gehaltsabrechnung und siehe da  -Zack...der Mäher lief.Langsam zog ich meine Runden. Mehrere Male ging er aus. Nach ca.1 Std,hatte ich den Bogen raus und der alte Grasfresser wurde freundlich. Zuverlässig bis zum letzten Grashalm leistete er einen Bomben-Job.  
Hr.Thomas schaute mehere Mal über das TH Tor, nur ein wenig verblüfft. Genau so wie mein rechter Oberarmmuskel, der langsam vom Gaszug ziehen schmerzte. Egal, da musste  durch (dachte ich). Um 16 Uhr war Ende Gelände!
" Habe fertig ",sagte ich zu Hr.Thomas.Er lächelte und nahm seinen alten Freund in Empfang."
" Übrigens, da neben ist auch eine Schraube am Gehäuse locker", erwähnte ich vorsichtig. Sofort raste er an seine Werkzeugkiste und behob das kleine Übel.
" Ne Schraube locker", die muss ich auch gehabt haben, dachte ich am nächsten Morgen, als ich zitternd nicht in der Lage war vor Muskelkater, meine Kaffeeetasse zu heben.
Fazit: Lieber Herr Thomas, Sie hatten ja so recht.!!! Klassische Männerarbeit ist eine tolle Erfindung. Ach was bin ich froh, dass ich ein Mädchen bin!!!!


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22.5.2013
"Originale" im Tierheim ;-)

(bm) In jedem Verein gibt es sogenannte Orginale! Es gibt Personen  die irgendwie immer da sind, es gibt welche die man hören kann, obwohl sie noch ausser Sichtweite sind, und es gibt die eher Ruhigen. Dann gibt es aber noch die Spezies der fast " Unsichtbaren". Diese Menschen sind die Stillen und Unauffälligsten, die aber durch ihr leises Auftreten kaum Aufmerksamkeit erleben dürfen. Da ich seit Feb.  ehrenamtlich durchs TH stolpere, und dachte ich hätte alle Mitarbeiter schon kennengelernt, musste ich erkennen, dass ich einen übersehen hatte. Einen Mann sah ich immer nur kurz vorbeihuschen.....immer in Eile und beschäftigt. Was der hier wohl macht ,fragte ich mich? Vor ein paar Tagen sprach ich ihn einfach mal an,und fragte wie er denn heisst.
"Ich bin der Kurt und kümmere mich um die Kleintiere.... und weg war er wieder. Eine andere MA sagte mir dann, dass "Kurti", wie er hier liebevoll genannt wird, schon gefühlte 100 Jahre dabei ist und sozusagen zu den Möbeln gehört.
Wieviele Ehren-und Hauptamtliche wird dieser stille Tierfreund schon kommen und gehen gesehen haben? Er könnte uns bestimmt einige lustige Andekdoten erzählen. Weil er aber nicht zur Gattung der Schwätzer gehört, werden uns Neuen diese Geschichten wohl andere erzählen. Wenigstens weiss ich jetzt wer Samstags vor der Vermittlung immer die Kaninchenausläufe so schön herrichtet. Aber Piko-Bello!!!
Also lieber Herr "KURT"... weil die kleinen Hasen ,Hamster und was sonst noch so krabbelt, nicht so gut im Schreiben sind, ein hamsterbackendickes DANKE für Deine jahrelange Treue! Das gilt natürlich auch vom Rest der Truppe.

Vielleicht sollten wir uns mal Gedanken machen zum Thema: Tue Gutes und sprich nichtso viel drüber.....

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10.5.2013
Hier wird gekleistert!

(kk) Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Die €uro-Vision startet in wenigen Tagen! 140 Plakate mussten dafür geklebt werden... damit sie ab 15.5. in ganz Gießen aufgehängt werden können. Michaela Seitz, Angela Achenbach-Heinzerling, Holger Graf und Katja Kastl klebten, was das Zeug hält und der Wettergott meinte es gut - es blieb trocken! Nun werden noch DRINGEND für Mittwoch, 15.5.2013 ein paar helfende Hände gesucht, die mit uns diese 140 großen Plakate in Gießen aufhängen. Bitte melden unter: info@tsv-giessen.de , vielen Dank!
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4.5.2013 Sauberhaftes Tierheim

(mn) 1. Samstag im Mai 2013, 9:00 Uhr, Tierheim:
Früher als sonst trudeln die Hundebegleiter ein. Doch heute stehen nicht die Hunde im Mittelpunkt, sondern das Grünzeug, welches ungehemmt rund um das Tierheim wuchert, und der „Holzhaufen“ auf der großen Hundeschulwiese gegenüber.
Erste Station war der „Grünstreifen“ zwischen den oberen Hunde-Ausläufen und der Straße nach Alten-Buseck.
Einige Hunde vertrieben sich bisher ihre Wartezeit dort mit einem spannenden Spiel: Auto-Jagd!

Die ohnehin schon gestressten Hunde kamen dadurch natürlich erst recht nicht zur Ruhe – und zu viele kläffende Hunde gehen selbst dem stärksten Tierpfleger mal auf die Nerven. Deshalb sollte das wuchernde Grünzeug in seine Schranken verwiesen und die Sicht auf die Straße von Planen an den äußeren Gehegezäunen verdeckt werden.
Mit Sägen, Baumscheren und viel Optimismus machten sich also Hundebegleiter, Ehrenamtliche und Tierheimmitarbeiter ans Werk.
Leider war das Grünzeug nicht so kooperativ wie so mancher Hund, und so wich der gutgelaunte Arbeitseifer nur allzu bald einer grimmigen Entschlossenheit.
Anstrengende Hunde sind nichts im Vergleich zu jahrzehntealten, rankenden, verknoteten Hecken, die sich mit Millionen von Stacheln auf einen Menschen stürzen, ihn festhalten und am liebsten verschlingen würden. Handschuhe, die sonst zum Katzen-Einfangen genutzt wurden, trafen hier auf ihre Meister. Hosenbeine erlebten den ultimativen Reiß-Test.
Nach über 3 Stunden dann endlich der erlösende Ruf: Pause!!!
Tatsächlich hatten die Helfer es geschafft, einen ca. 1,5 Meter breiten „Gang“ ins widerspenstige Unterholz zu schlagen.
Frische Brötchen, Wurst, Käse, Tomaten und Gurken, dazu Wasser, Apfelschorle und Kaffee – noch nie war eine Mittagspause so lecker!
So gestärkt und bei strahlendem Sonnenschein wurden die letzten Dornenreste eingesammelt, die Zäune wieder eingehängt und die Werkzeuge verstaut. Die Hunde durften wieder in ihre Ausläufe, die Plane wird allerdings erst später befestigt.
Nach der Mittagspause und einem so sichtbaren Erfolg kehrte auch der Elan wieder.
Mit 2 Rasenmähern bewaffnet ging es daher der Wiese an den Kragen, wo sonst die Hundeschule stattfindet. Damit Hundeschulwiese auch Hundeschulwiese bleibt, kämpften sich die beiden Hundetrainerinnen durch´s Grün. Leider war einer der Rasenmäher eher für einen kurzen, englischen Rasen geeignet und nicht für einen kleinen Dschungel...
Mit einer terrierhaften Verbissenheit zogen die beiden Damen mit ihren „Waffen“ ihre Bahnen – und nach 2 Stunden und einigen Litern Schweiß glänzte die Wiese wie schon lange nicht mehr.
Wer nun glaubt, der Rest des Helfertrupps hätte den Beiden zugeschaut, der irrt.
Mit Handschuhen, 2 Schubkarren und einem Anhänger, der vom Tierheimauto gezogen wurde (leider durften die energiegeladenen Hunde nicht ran), sollte der letzte Punkt auf der Tagesordnung erledigt werden: den großen Holzhaufen auf der Hundeschulwiese in den Container verlagern.
Auf diesem Holzhaufen wurde wohl seit Jahren sämtlicher Holzschnitt abgelegt. Im Innern des Haufens überwinterten Igel, und im Sommer begann darin das fröhliche Gären und Verfaulen.
Keine angenehme Arbeit – aber mit großem Eifer, vielen Litern Apfelschorle und einem beständigen Blick auf die verbissenen Mäherinnen wurde dieser Berg angegangen.
Hier waren zwar keine Dornen, dafür aber halbe Bäume und viel kleines (wirklich kleines) Astwerk. Die Ansage: kein Klein-gesch...! Nur die großen Äste, der Container ist fast voll!
Nunja, so manch einer hat an diesem Tag sein Bizeps-Training an diesem Holzhaufen absolviert... und beim Beladen des Containers ging sogar eine Tierheimmitarbeiterin fast verloren, weil sie sich zu tief hineinbeugte.

Dennoch: fünf Minuten vor Beginn der Vermittlungszeit, um 14:55 Uhr, nach 2 Stunden harter Arbeit, krachte der Riegel des Containers ins Schloss.
Über die Hälfte des Holzberges wurde geschafft, und am Ende standen die Helfer vor dem vollem Container – müde, verschwitzt, zerschlagen, aber glücklich!

Nun sind wir dem Ziel ein gutes Stück näher gekommen:
unser Tierheim wird ein Sauberhaftes Tierheim!

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21.12.2012
Im Tierheim Gießen weihnachtet es sehr!

Seit unser kleiner Weihnachtsbaum im Vermittlungsbüro steht und an ihm die vielen kleinen Wünsche der Tierpfleger „für ihre Schützlinge“ hängen, haben wir viele viele Wünsche von  Helfern des Weihnachtsmannes (getarnt als Besucher) bekommen. Auf unserem Bild, sehen Sie leider nur eine kleine Auswahl der vielen Geschenke, da unser Vermittlungsbüro viel  zu klein war um alles auf ein Foto zu bekommen.
Stellvertretend für insgesamt fast 150 Tiere im Tierheim, bedanken sich Luna unsere Schäferhündin und Hanni eine unserer Familienkatzen, für die vielen zum Teil sehr schmackhaften Weihnachtsgeschenke!!
Darüber hinaus, möchten wir uns auch sehr herzlich für die Geldspenden, von insgesamt  1200 Euro bedanken. Besonders bei Herrn Schreiber, der die Einzelsumme von 800 Euro gespendet hat! Damit können alle Weihnachtswünsche der Tiere  in Erfüllung gehen. Bei Frau Schink, die unseren Katzen 3 Häuschen für den Außenbereich gespendet hat.

Natürlich bedankt sich das Team auch für die schmackhaften Leckerchen, die für uns unterm Weihnachtsbaum zu finden waren.
Alle zusammen sagen wir DANKE und freuen uns darüber, dass es Menschen wie Sie gibt die unsere Arbeit so herzlich unterstützen!
Wir wünschen Ihnen allen, schöne Festtage  und dass auch Ihre Wünsche in Erfüllung gehen.
Und natürlich freuen wir uns darauf, Sie alle im Neuen Jahr gesund und munter wiederzusehen!

Ihr Tierheim Team Gießen

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